Sicherheit

Sicherheit

Sicherheit steht auch auf Reisen an 1. Stelle

Kambodscha ist ein zauberhaftes Land und die Khmer gehören zu den herzlichsten Menschen, die ich auf meinen Reisen bisher getroffen habe. Wenn du also mit Verstand und viel Herz durch dieses Land reist, dann kann dir nichts passieren. Dennoch, ein paar Hinweise zur Sicherheit in Kambodscha schaden nicht.

Eins ist ganz sicher, deine Sicherheit steht auch beim Reisen gemeinsam mit deiner Gesundheit an erster Stelle. Nicht nur das Ess- und Trinkverhalten, die Impfungen und auch die Reiseapotheke sind wichtige Dinge, die du schon vor deiner Reise in Angriff nehmen kannst. Auch Infos über die politische Situation in deiner Reisedestination, sowie generelle Sicherheitshinweise können dir deine Reise bereits vor Abflug erleichtern. Alles weitere zu Kambodscha findest du übrigens auf der Seite mit allen Landesinfos.

Wichtige Sicherheitshinweise

Sicherheitshinweis 1: Kriminalität

Kambodscha gehört definitiv nicht zu den reichen Ländern in Südostasien. Das bedeutet natürlich auch, dass Touristen in der Regel als wohlhabende Besucher angesehen werden. Ich empfehle dir, dich stets umsichtig zu verhalten. Verzichte auf offensichtlichen Schmuck und trage Wertgegenstände nicht öffentlich zur Schau.

Der Durchschnittslohn eines Khmer, der im Tourismus arbeitet liegt bei etwa 150 US Dollar im Monat. Und das ist damit wesentlich höher als das Einkommen der Khmer, die eher in ländlichen Gegenden leben und keinen Kontakt zur Tourismusbusiness haben. Das bedeutet im Umkehrschluss natürlich auch, dass die Versuchung, sich und die eigene Familie durch Kriminalität am Leben zu halten, relativ groß ist. Besonders außerhalb der Touristenregionen ist es zudem nicht empfehlenswert in der Dunkelheit Spaziergänge zu unternehmen.

Am besten: Keine Wertgegenstände offen zeigen, nur kleine Beträge an Bargeld mitnehmen, dunkle Ecken und Spaziergänge in der Dunkelheit meiden, trage wichtige Dokumente auf Reisen immer nah am Körper und lasse sie nicht aus den Augen

Sicherheitshinweis 2: Korruption

An einigen Grenzen zu Kambodscha und auch im Landesinneren herrscht Korruption. Die Polizei fordert Bestechungsgelder in Restaurants und Bars ein, an den Grenzen werden Fake- Häuschen aufgestellt, an denen Einreisende aufgefordert werden, weitere Gebühren zu bezahlen. Es schadet also in Kambodscha niemals, zu hinterfragen, wofür man gerade bezahlt und warum. Besonders, wenn Grenzen alleine oder zu Fuß überquert werden, lohnt es sich, vorher Infos einzuholen, welche Gebühren rechtens erhoben werden sollten.

Am besten: Vorher gut informieren. Foren und Facebookgruppen mit Erfahrungsberichten helfen oft sehr gut weiter!

Interessant: Kambodscha war 2008 auf dem Korruptionsindex auf Rang 166 von 180 Staaten.

Sicherheitshinweis 3: Kleidung

Wer nach Kambodscha reist, dem sollte bewusst sein, dass sich dieses Land auch bezüglich der “Kleiderordnung” enorm von europäischen Ländern unterscheidet. Konservative Kleidung beherrscht den Alltag. Es liegt daher nahe, dass Frauen, die sich nur leicht bekleiden leicht in den Fokus der Einheimischen geraten. Das ist nicht immer schön und vor allem bringt dies die Khmer häufig in Verlegenheit.

Allerdings ist es nicht nur das, auch das Risiko von Übergriffen erhöht sich durch die nur leichte Bekleidung. Es kann auch schnell der Eindruck von respektlosem Verhalten entstehen. Für religiöse Stätten gilt immer und in jedem Fall: Bitte auf passende Kleidung achten! Das bedeutet: Keine Shorts, kurze Hosen und Miniröcke, denn die Knie sollten bedeckt sein, genau wie die Schultern und auch die Schuhe sind am besten geschlossen.

Also: Um dies und unschöne Übergriffe zu vermeiden ist es empfehlenswert sich nicht zu freizügig zu kleiden. Teure Markenklamotten am besten gar nicht erst mit auf die Reise nehmen.

Sicherheitshinweis 4: Politische Situation

Die politische Situation im Lande sollte vor Abreise geprüft werden. Zum Zeitpunkt meiner Einreise in Kambodscha bestand laut der auswärtigen Ämter ein Sicherheitsrisiko. In den Gegenden, in denen ich reiste, war von Unruhen allerdings nichts zu spüren. Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass Sicherheitshinweise auf die leichte Schulter genommen werden können. Allerdings ist dabei immer zu bedenken, dass diese Warnungen häufig nicht für das gesamte Land, sondern für Regionen oder Teilbereiche gelten. Je nach Zeitpunkt der Reise können jedoch zum Beispiel aufgrund von Wahlen oder ähnlichem Aufstände und Unruhen zustande kommen. Ich empfehle daher immer, entsprechende Infos vor der Reise einzuholen. 

Am besten: Aktuelle Infos und Nachrichten verfolgen und Hinweise beachten! Hilfreiche Links sind folgende: 

Sicherheitshinweis 5: Minen

Besonders fernab der Touristenzentren und Ballungsregionen ist die Minengefahr hoch. In den Bereichen nahe der thailändischen Grenze ist die Gefahr am größten. Hierzu zählt u.a. auch die Provinz Siam Reap. Öffentliche Straßen und Co müssen deshalb nicht gemieden werden. Wer allerdings individuell unterwegs ist und gern auch mal neue Wege erkundet, sollte sich zuvor dringend über die Minengefahr informieren. Gleiches gilt für Trekkingtouren.

Sicherheitshinweis 6: Beleidigungen und Aggressionen

Die Khmer pflegen generell einen sehr friedlichen Umgang miteinander. Das bedeutet konkret, dass es als mehr als respektlos gilt (und auch keinesfalls Stärke zeigt), wenn Menschen (im Streit laut) werden. Wenn etwas nicht passt, dann ist es am besten, das in einem ruhigen und sachlichen Ton auszudrücken. Mit lautstarkem Reden oder gar Schimpfen und Aggressionen ist in Kambodscha niemandem geholfen und es kann zu unnötigen Konfrontationen oder Auseinandersetzungen kommen. Wichtig auch noch: Beleidigungen der königlichen Familie sind in Kambodscha strafbar.

Sicherheitshinweis 7: Sei wachsam!

Wie auf jeder Reise (und auch zu Hause) ist es immer empfehlenswert wachsam zu sein. In besonders armen Länder, wie Kambodscha, schadet es nie, noch ein bisschen wachsamer zu sein. Denn Korruption und Kriminalität sind hier keine Einzelfälle. Das gilt auch für “Abzocker”. Touren oder Tuk Tuk Fahrer die dir merkwürdig vorkommen besser meiden. Gehe keine unnötigen Risiken ein und reise mit Verstand und Wachsamkeit!